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Namaste - the light in me honors the light in you

Aktualisiert: 16. Jan 2018

Auf der Suche nach einem geeigneten Zitat für meinen Kalligraphie-Kurs bin ich über das Wort NAMASTE und seine Bedeutung gestolpert. Ich kannte es schon lange vorher aus Indien, denn dort ist es der alltägliche Gruß zwischen 2 Menschen; bei uns sagt man Guten Tag. Wünschen wir dem anderen wirklich in dem Moment, in dem wir ihn grüßen, einen GUTEN TAG? Sind sich die Inder wirklich im Moment des Aussprechens ihres eigenen Lichtes bewusst und ehren sie genauso das Licht im anderen? Oder wird es auch nur so dahin gesagt wie das Guten Morgen bei uns in Deutschland. Diese Frage fing an mich intensiver zu beschäftigen. Was bedeutet nun wirklich „das Licht in mir ehrt das Licht in Dir“? Was ist gemeint mit dem Licht in mir und in Dir? Wie weit geht denn dieser Gruß? Einfach ausgesprochen, ist es ein Gruß wie jeder andere. Doch wenn ich eine Lupe darauf lege, eröffnen sich neue Welten. Die Welt der Seele macht ihre Pforten auf. Der besondere Funke - der Lebensfunke - wird hier angesprochen. Und das schöne ist, dass ich sowohl meinen eigenen als auch den des anderen anspreche. Nein mehr noch, ich ehre ihn. Ich bringe ihm Respekt entgegen. Ich nähere mich dem anderen mit Achtsamkeit. Genau so sollte der Umgang mit dem Anderen auch sein. Auch wenn wir ihn in völliger Oberflächlichkeit einfach nur so dahin sagen. Wann wünschen wir dem anderen wirklich einen GUTEN MORGEN, dass dieser sich für den anderen gut anfühlt, dass er mit einem guten Gelingen in den Tag startet? Sind wir wirklich schon so abgestumpft, dass sich unsere Sprache nur noch in Automatismen ergeht? Das wir sie wie billige Floskeln BEnutzen? Wir nutzen Sprache nicht wirklich. Dies kann nur geschehen, wenn wir uns über unsere Sprache Gedanken machen, über jedes einzelne Wort. Wenn wir uns unseres verbalen Ausdrucks bewusst sind. Denken wir über unsere Wortwahl wirklich nach? Sind wir uns immer im Klaren, wie unsere Worte beim anderen ankommen, was sie beim anderen bewirken und vielleicht auch anrichten - im Guten wie im Schlechten? Auch das ist das Licht des anderen ehren. Und wie ehre ich mein Licht? In dem ich genau darauf achte, welche Worte meinen Mund verlassen und unwiederbringbar auf den anderen treffen. Meine Sprache, meine Wortwahl, mein gewählter Ton, meine Aussage auf den Zwischenebenen - ist diese liebevoll, mit Respekt versehen oder grob, laut und sarkastisch. Ehre ich mich mit einer liebevollen und achtsamen Sprache, dann ehre ich auch den anderen. Ich tue mir an, was ich dem anderen antue. Eine grobe Sprache zeigt einen groben Umgang mit mir selbst. Eine sanfte Sprache zeigt einen sanften Umgang mit mir selbst. Für was entscheiden wir uns Tag für Tag?


Am Beginn meiner Sitzungen bitte ich immer um eine klare und liebevolle Sprache, sodass mein Gegenüber mich auch gut versteht und sich gleichzeitig angenommen fühlt. Doch liebevoll kann auch eine eindeutige Sprache bedeuten, die der andere als unangenehm empfinden kann. Voll von Liebe soll Dich meine Sprache erreichen, das ist das Ziel dahinter. Liebevoll bedeutet nicht automatisch nachgebend, dem anderen nach dem Mund reden. Das Licht im anderen soll von meinem Licht angesprochen werden. In der Reinheit liegt Klarheit und Eindeutigkeit. Es ist die Essenz, die transportiert werden soll. Die Worte zollen Respekt, können dabei aber auch schnörkellos sein. Es soll daraus Bewegung entstehen und nicht Selbstzufriedenheit unterstützt werden. Die Bewegung führt zu Entwicklung, und seinen wir mal ehrlich: Wir entwickeln uns nur, fangen nur an uns zu hinterfragen und neue Blickwinkel auszuprobieren, wenn es schmerzt. Wenn alles schön ist, sind wir im FLOW, segeln synchron mit unserer Welle. Was gilt es da kritisch zu hinterfragen? Es gilt zu genießen. Doch Genuss und Müßiggang können nur geehrt werden, wenn wir auch ihre Gegenseite kennen. Man stelle sich ein Leben vor, das nur aus Genuss und Müßiggang bestehe. Am Anfang wäre das alles noch toll, doch dann - große LANGEWEILE. Wir leben über den Kontrast, der uns auch immer wieder als Belohnung Genuss und Müßiggang beschert. Und dies ist alles dem Wort Namaste zu verdanken. Denkt ab zu darüber nach, welche Worte Euren Mund verlassen und was sie mit dem anderen machen, und auch ich werde es mir zu Herzen nehmen.

NAMASTE!
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